
Zwei Tage vor dem Release traf die CD direkt von Glitterhouse bei mir ein. Klassischer Mailorder (per Onlineshop). Alicia Edelweiss war ein Blindkauf. Kurz in einen Song reingehört, CD lange vorbestellt. In den Briefkasten geschaut und: Ach ja, da war ja noch was. Die Furie aus Österreich ist da. Acht Lieder in knapp über 50 Minuten. Macht über sechs Minuten pro Stück. Beachtlich und ein Novum im heutigen Streamingzeitalter. Leider! Doch zurück zum eigentlich Album und dieser verspäteten Rezension, die schon viel zu lange in der Schublade liegt, aber dieses Werk noch einmal nach vorne holt!
Alicia Edelweiss wurde 1992 in Klagenfurt geboren. Beklagen kann sich sogenannte Singer-Songwriterin nicht, mittlerweile wohnt sie in Wien. Ihr Musikstil liegt irgendwo in Folk, Anti-Folk, Freak-Folk oder sowas. Mit einer Prise experimentellen Pop. Stimmlich erinnerte sie mich direkt an Kate Nash, deren letztjährigen Album 9 Sad Symphonies ich ebenfalls auf TopFree.de rezensiert hatte. Dort sind die Stücke ebenfalls etwas länger, aber Alicia Edelweiss packt noch einen drauf und kommt teilweise auf über sieben Minuten.
Fazit
Titel Nummer 6 (Once Was Young) wurde sogar unter Wasser aufgenommen. Alicia Edelweiss hat ihren eigenen ganz besonderes Stil, der beim Durchhören eine besondere Atmosphäre vermittelt und textlich durchweg interessant ist. Für mich ein Highlight unter den ausländischen Musikerinnen und vor allem ist sie eine Künstlerin. Die CD kommt im Digisleeve mit kleinem Poster auf der einen und den Lyrics auf der anderen Seite daher. Empfehlenswert!