Zwei Tage vor dem Release traf die CD direkt von Glitterhouse bei mir ein. Klassischer Mailorder (per Onlineshop). Alicia Edelweiss war ein Blindkauf. Kurz in einen Song reingehört, CD lange vorbestellt. In den Briefkasten geschaut und: Ach ja, da war ja noch was. Die Furie aus Österreich ist da. Acht Lieder in knapp über 50 Minuten. Macht über sechs Minuten pro Stück. Beachtlich und ein Novum im heutigen Streamingzeitalter. Leider! Doch zurück zum eigentlich Album und dieser verspäteten Rezension, die schon viel zu lange in der Schublade liegt, aber dieses Werk noch einmal nach vorne holt!

In letzter Zeit habe ich nahezu unzählige Kassetten (kassetten.topfree.de) und einige Musikalben auf CD gekauft. Ich denke, dass ich mich gerade in einer neuen Musikfindungsphase befinde. Denn nicht nur, dass die Anzahl der Alben so hoch ist wie tatsächlich noch nie in meinem Leben, hat sich auch mein Musikgeschmack etwas gewandelt. Dank der Musikkassetten habe ich mich durch alle Genre durchgewühlt, wirklich nahezu alle! Von Metal, über experimentelle Musik mit irgendwelchem Spielzeug, zum klassischen Rock, ein wenig Techno bis zum Rap. Beim Hiphop bin ich am Ende meiner Musikreise angekommen. Guter, vernünftiger Deutschrap – früher nie gehört – ist aktuell mein bevorzugtes Genre. Selbstverständlich old-school und ohne Autotune! Jetzt bin ich beim neuen Album von Umse angekommen. Immunsystem lautet der Titel des halbstündigen Werkes.

Derzeit überkommt es mich wieder. Musik-CDs zu hören und zu kaufen. Es gibt Phasen, da erwerbe ich monatelang keine einzige CD. Dann schaue ich mich auf dem Markt um und schlage gleich mehrfach zu, vor allem bei Neuerscheinungen. Riesig groß ist meine Sammlung nicht. Aber warum eigentlich noch kaufen, wenn man (teilweise kostenlos) streamen kann?