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Domino Paperback 1 – Rezension

Klappentext: Die schöne, aber tödliche Mutanten-Söldnerin Domino erhält ungebetenen Besuch von einem mysteriösen alten Mann und der so schlecht gelaunten wie starken Mutantin Topaz. Aus unerfindlichen Gründen wollen die beiden erreichen, dass Domino leidet und dass sie ihr Glück verlässt. Das ist aufgrund ihrer glückbringenden Kräfte eigentlich unmöglich, doch Topaz kann die Mächte anderer Mutanten blockieren. Warum hassen die beiden Domino so sehr und welche mysteriöse Figur aus ihrer Kindheit spielt eine wichtige Rolle bei diesem Rätsel?
Die erste fortlaufende Solo-Serie der aus dem Film Deadpool 2 bekannten schlagfertigen Antiheldin. Geschrieben von Fan-Liebling Gail Simone (DEADPOOL), mit Zeichnungen von David Baldeón (NOVA).

Meinung: Ich werde immer hellhörig, wenn Panini einmal wieder den Versuch unternimmt, einem der unbekannteren Figuren aus dem Marveluniversum eine Chance zu geben. In dem vorliegenden Paperback wird der deutschen Leserschaft die mit dem X-Gen gesegnete „Domino“ vorgestellt. Die Mutantenkräfte – neben Nah- und Fernkampfskills hat sie die intuitive Fähigkeit, ihr Glück zu beeinflussen – nutzt Domino jedoch weniger für gute Taten. Stattdessen verdingt sie sich als Söldnerin und Killerin. Dabei arbeitet sie mit ihren zwei nicht minder verwegenen und attraktiven Freudinnen „Outlaw“ und „Diamondback“ zusammen.

Die Autorin Gail Simone hat gut daran getan, in mehreren in schwarz-weiß gehaltenen Rückblenden Dominos Vorgeschichte einzubauen, um der vornehmlich bunten und plakativen Geschichte ein wenig Tiefe und Ernsthaftigkeit zu verschaffen. Ähnlich wie Logan oder X-23 sollte auch Domino von Kindesbeinen an mit Hilfe von dubiosen Wissenschaftlern in geheimen Laboren zu einer menschlichen Waffe herangezüchtet werden. All das ist zwar nicht wirklich neu oder innovativ, reicht aber auf jeden Fall für einen unterhaltsamen Lesenachmittag.

Für Unterhaltung sorgt übrigens auch die sehr gelungene Arbeit am Zeichenbrett des spanischen Künstlers David Baldeon. Er unterstreicht die erotische Attitüde von Domino, ergänzt sie mit guter Mimik, detaillierten Hintergründen und unterlegt alles mit dem Zeichenstil eines Funny-Comics. Diesen Spagat hat er durchaus hinbekommen.

Dass noch nervende Gaststars wie Spider-Man und Deadpool auftauchen und ihre obligatorischen, bzw. obsoleten Sprüche zum Besten geben, lässt sich heutzutage wohl nicht mehr verhindern und mag Verlagsvorgaben geschuldet sein. Zur Handlung beitragen tun beide nicht, lenken eher von dieser ab. Apropos Handlung: Diese ist übrigens ansonsten gut durchdacht und hat ihre spannenden Momente. Actionpassagen und ruhigere Sequenzen haben einen gesunde Balance und am Ende gibt es noch ein paar nette Überraschungen.

Fazit: Eine ansprechende Geschichte im gehobenen Mittelmaß um eine sexy Mutantin und Antiheldin mit der Fähigkeit, ihr Glück in Kampfsituationen zu beeinflussen. Wenn Domino in Entenhausen geboren worden wäre, würde sie sicher den Namen Gustav Gans tragen!

Domino: Bd. 1: Glückstreffer und Pechsträhnen

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