Asterix und der Kupferkessel – Rezension

Gefühlt seit einer kleinen Ewigkeit habe ich dieses Album, dass ich seit rund 45 Jahren (!) besitze, mir einmal wieder zur Brust genommen. Asterix wird darin ein mit Sesterzen gefüllter Kupferkessel gestohlen, den er eigentlich für einen anderen Gallierstamm vor dem Zugriff des römischen Steuereintreibers bewachen sollte. Um seine Ehrenschuld zu begleichen und um die Verbannung aus dem Heimatdorf zu hindern, macht er sich mit Obelix auf nach Condate (Rennes), um den Kessel irgendwie wieder mit Geld zu füllen.






Passend zur Fußball WM 2018 brachte Panini den kleinen Klokamerad „Fussball“ heraus. Was passt für Frau und Mann besser als sich auf der Toilette nicht ganz ernst gemeinte Fußballlektüre zu Gemüte zu führen?
Da ich bereits „Hicksville“ von dem neuseeländischen Zeichner und Autor gelesen hatte, habe ich bei einem zufällig entdeckten 5-Euro-Angebot der Joker Buchhandlung nicht „Nein!“ sagen wollen und zugegriffen. Wie auch in Hicksville ist auch in „Der König des Mars“ ein interessantes Mosaik von Handlungsfäden und Erzählebenen entstanden, die sich selbstreflexiv mit Horrocks als Autor und selbstreferierend mit dem Medium Superhelden-/Abenteuercomic beschäftigt. Dass dabei noch eine ungewöhnliche, erotisch-humorvolle und in Ansätzen spannende Geschichte herausgekommen ist, ist wohl des Autors ehemaliges Engagement bei DC, sowie der oft durchklingenden Referenzen an Edgar Rice Burroughs Mars Chroniken zu verdanken.