Alexander Nikopol im 21. Jahrhundert: Die Geschäfte der Unsterblichen – Rezension

Im Jahre 2023 ist Groß-Paris ein autonomer Staat unter faschistischer Herrschaft, der in zwei streng getrennte Bezirke unterteilt ist: Das Zentrum wird von der privilegierten Klasse bewohnt, der andere Teil ist ein wimmelnder Haufen von Verelendung, Müll und Entartung. Verstärkt werden die inneren Unruhen durch ein fremdes, pyramidenförmiges Raumschiff, das seit Tagen über dem Raumhafen kreist. An Bord befinden sich die Götter der Unsterblichkeit, denen der Treibstoff ausgegangen ist. Mitten in diese Wirren hinein platzt nach 30 Jahren Tiefschlaf Alexander Nikopol.




Passend zur Fußball WM 2018 brachte Panini den kleinen Klokamerad „Fussball“ heraus. Was passt für Frau und Mann besser als sich auf der Toilette nicht ganz ernst gemeinte Fußballlektüre zu Gemüte zu führen?
Da ich bereits „Hicksville“ von dem neuseeländischen Zeichner und Autor gelesen hatte, habe ich bei einem zufällig entdeckten 5-Euro-Angebot der Joker Buchhandlung nicht „Nein!“ sagen wollen und zugegriffen. Wie auch in Hicksville ist auch in „Der König des Mars“ ein interessantes Mosaik von Handlungsfäden und Erzählebenen entstanden, die sich selbstreflexiv mit Horrocks als Autor und selbstreferierend mit dem Medium Superhelden-/Abenteuercomic beschäftigt. Dass dabei noch eine ungewöhnliche, erotisch-humorvolle und in Ansätzen spannende Geschichte herausgekommen ist, ist wohl des Autors ehemaliges Engagement bei DC, sowie der oft durchklingenden Referenzen an Edgar Rice Burroughs Mars Chroniken zu verdanken.
Eine der zu Beginn des rund -250- Seiten starken Buches abgedruckte Kritik des Observers bringt es eigentlich schon auf den Punkt: „Cunningham trennt Fakten von Fiktion und präsentiert komplexe Informationen auf ungemein zugängliche Art und Weise!“ 