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GameStick Dock im Praxistest

GameStick Dock 1

Ein Wunder ist geschehen, der Dock ist auf meinem Schreibtisch bzw. Fernsehertisch gelandet und konnte hinreichend getestet werden. Auslieferung der Kickstarter Geräte war zeitgleich mit den Sticks im Oktober 2013 geplant. Es wurde Mai 2014…

GameStick Dock 2 GameStick Dock 3

Im Paket sind:

– Der/Das Dock
– HDMI Verlängerungskabel
– Stromadapter
– Anleitung in Postergröße (nicht im Bild 😉 )

Also soweit nichts sonderlich spannendes. Erwähnenswert ist die Beigabe des Stromadapters. Wurde der Stick vorher über seinen MiniUSB Anschluss mit Strom versorgt, so scheint der Dock das anders zu regeln. Schauen wir uns mal den/das Dock im Detail an.

GameStick Dock 4

Ihr seht hier den Dock geöffnet und den Stick eingelegt. Achtet beim Einlegen darauf, dass der MiniUSB-Anschluss zum GameStick Logo des Docks zeigt, danach könnt Ihr den Dock zuschieben. In dem Schubmechanismus ist ein MiniUSB-Anschluss eingebaut, der den Stick mit den „Zusatzfunktionen“ des Docks verbindet.

GameStick Dock 5

Und so sieht der Dock von hinten und geschlossen aus. Insgesamt stehen euch zwei USB-Anschlüsse (einer vorne und einer hinten), ein SD-Karten Slot und ein LAN-Anschluss zusätzlich durch den Dock zur Verfügung. Wenn Ihr aufmerksam euch das vierte Bild dieses Beitrags anschaut werdet ihr feststellen,  dass zwei silberne „Pins“ aus dem Dock ragen, sie sollen ein induktives Laden des Controllers ermöglichen. HDMI wird vom Stick selber bereitgestellt.

Soweit die Hardware und das Drumherum, kommen wir zum Eindruck des Zubehörs.
Um den Dock zu öffnen sollte man beide Hände verwenden und etwas „feste“ ziehen, die Mechanik beruht auf Plastik und quietsch entsprechend. Hochwertig wirkt es an der Stelle nicht unbedingt und legt die Vermutung nahe, dass ein Bewegen nicht oft vollzogen werden sollte. Einmal offen, möchte der Stick mit sanftem Druck eingelegt werden. Bedingt durch den versteckten MiniUSB Anschluss muss der Stick entsprechend guten Halt haben. Dies ist gewährleistet und eine Verbindung konnte durch Zuschieben des Dock problemlos hergestellt werden.
Normalweise müsste der Dock nun auch direkt anspringen, schließlich hängt er am Strom, aber nein der Dock hat einen On/Off-Schalter und ermöglicht so endlich den Stick den Strom zu entziehen. Nach der üblichen Bootzeit präsentiert sich auch schon die Oberfläche und meldet Betriebsbereitschaft. Ein kleiner Download-Test sollte die LAN-Geschwindigkeit prüfen. Zum Einsatz kam dabei das kostenlose Spiel „Smash Cops“ ~160MB, Downloadzeit knapp 3 Minuten (100Mbit Leitung) – also durchaus akzeptabel. Spaßeshalber habe ich das Spiel auch gestartet und ein paar Runden gespielt. Nach fünf Minuten drangen ungewohnte Geräusche an mein Ohr. Von irgendwo kam ein allzu nerviges Lüftergeräusch … es war der Dock. Vermutlich muss hier der Stick gekühlt werden, da sonst das Plastik schmelzen würde (?).
USB Anschlüsse funktionieren entsprechend gut, die Oberfläche selber mag aber so recht nicht mit einer Maus zusammen arbeiten, Festplatten werden ebenso erkannt wie auch Tastaturen.

Fazit: GameStop.com verschleudert den Dock für 15$, dafür würde ich sofort zuschlagen. Ich habe über Kickstarter gebacked, 40$ mehr bezahlt und bin milde begeistert. Verkauft wurde „uns“ damals eine Möglichkeit HDMI durchzuschleifen, da ist leider nicht viel draus geworden – was über USB vermutlich auch nie realisierbar war. Die Mechanik wirkt für mich zu billig, zu „Spielzeug“-artig, ich werde also so schnell den Stick da nicht mehr heraus holen. Weiterhin ist der microSD Slot verdeckt, ergo um daran zu kommen muss ich trotzdem den Dock aufmachen. Die Ladefunktion scheint nicht vorhanden zu sein oder ist bei mir defekt. Der GameStick muss beim Laden an sein!
Kaufenswert wird der Dock durch den LAN Anschluss, die USB Anschlüsse und die Möglichkeit nicht mehr „hinter den Fernseher“ zu kriechen zu müssen. Die Anfangsidee war gut, die Umsetzung gut bis okay-ish, aber letztlich viel zu spät um in irgendeiner Form noch attraktiv zu sein.

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